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  • Kloster Thuine Torbogen

Ausbildung

Die Hospizhelferinnen und -helfer erlernen in einer fünf Blöcke umfassenden Grundausbildung einen einfühlsamen und kompetenten Umgang mit unheilbar Kranken und ihrem sozialen Umfeld.

Darüber hinaus geben monatliche Treffen den aktiven Mitgliedern Gelegenheit zur Reflexion, Gelerntes zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und zu verarbeiten.

 Grundausbildung

Der Hospiz-Verein Region Lengerich e. V. bietet in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Tecklenburg einen „Grundkurs in der Sterbebegleitung“ an. Es ist eine anerkannte Bildungsveranstaltung nach § 9 des Arbeitnehmer-Weiterbildungsgesetzes in Nordrheinwestfalen beim Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen und Lippe e. V..

Der Kurs umfasst viermal drei Tage im Kloster Thuine und drei Einzeltage im "Haus Jona am Berg" in Lengerich. Kursleiterin ist unsere Koordinatorin Margarete Heitkönig-Wilp (Dipl.-Sozialarbeiterin mit langjähriger Erfahrung in der hospizlichen Arbeit). Für die Kursteilnehmer*innen entstehen Kosten in Höhe von 400,00 € bzw. 300 € für Vereinsmitglieder. Der Kurs wird zusätzlich finanziell vom Hospiz-Verein getragen und mit Landesmitteln bezuschusst.

Teilnehmen kann jeder der sich beruflich oder auch privat um schwer erkrankte Menschen kümmert oder ehrenamtlich kümmern möchte.

Kleiner Tipp, einige Arbeitgeber erstatten den Seminarkostenanteil. Möglich ist auch bei einer beruflichen Weiterbildung für Arbeitnehmer eine Bezuschussung über den „Bildungsscheck NRW“. Auskünfte erteilt Herr Dirk Schoppmeier, Ev. Jugendbildungsstätte Tecklenburg, Telefon: 0 54 82 / 68 - 1 35.

Den Flyer zum Kurs gibt es hier

Kursleitung: Margarete Heitkönig-Wilp

Telefon mobil:  0151 20291062

- Das Konzept des Basisseminars

„Sterben, Tod und Trauer, end-lich leben ...“  ...Menschen am Lebensende begleiten

 

Basisseminar für Interessierte, die ehren- oder hauptamtlich Menschen am Lebensende begleiten oder sich gern im privaten Kontext dafür engagieren möchten.

Sterbebegleitung versteht sich als Lebenshilfe in der letzten Lebensphase, in der die individuellen Bedürfnisse des Sterbenden im Vordergrund stehen. Diese sogenannte hospizliche Begleitung geschieht durch Menschen, die sowohl beruflich (pflegerisch / ärztlich) als auch ehrenamtlich oder persönlich Unterstützung anbieten.

Deshalb soll unser Ausbildungskurs hospizlich Interessierte ansprechen, die aus persönlichen Anliegen oder beruflichen Feldern kommen und gern dieses Basisseminar besuchen möchten.

Denn jede und jeder bringt spezifische Erfahrungen und Wissen mit – und lernt gleichzeitig auf die Sichtweise des Anderen zu hören, wahrzunehmen, so wie es auch in Begleitung von Menschen am Lebensende unabdingbar ist.

Der Hauptteil des Basisseminars findet jeweils viermal an drei Tagen mit Übernachtung auf dem Klostergelände der Thuiner Franziskanerinnen im Gästehaus „Haus St. Agnes“ in Thuine statt. Diese Tage im südlichen Emsland bieten einen räumlichen Abstand zum gewohnten Alltag und wurden bisher von allen Teilnehmenden als sehr gut und hilfreich empfunden. Es gelingt in dieser Form, sich auf das Thema und das Miteinander einzulassen.

Drei eintägige Kursteile finden im „Haus Jona am Berg“ in Lengerich statt.

Das Basisseminar wird von Frau Margarete Heitkönig-Wilp (Dipl.-Sozialarbeiterin / Sozialpädagogin) geleitet. Sie arbeitet seit vielen Jahren in der hospizlichen Praxis, ist Palliative-care-Dozentin und Buchautorin. Weitere Referenten werden in einzelnen Abschnitten hinzugezogen.

Bisher haben Institutionen wie Seniorenheime, Krankenhäuser oder ambulante Pflegedienste teilweise die Kursgebühr für ihre Mitarbeiter/innen übernommen. Beruflich Interessierte müssten sich dazu an den Arbeitgeber wenden. Der Kurs ist als Weiterbildung anerkannt, und es kann dafür Weiterbildungsurlaub (nach § 9 des Arbeitnehmerweiterbildungsgesetzes in NRW) in Anspruch genommen werden.

- Inhalt und Aufbau der Basisausbildung

Das Basisseminar ist insgesamt als Reflexions- und Lernweg zu verstehen. Es beginnt mit der Arbeit am eigenen Lebensweg: unser Gewordensein, unsere „Ups and Downs“ – alles was uns ausmacht. Der Austausch und das Reflektieren sind wichtige Ebenen, um seine eigene Persönlichkeit im Kontext von Sterben, Tod und Trauer zu betrachten – und im Seminarverlauf voneinander zu hören und zu lernen. Denn die hospizliche Arbeit beinhaltet immer die Wahrnehmung meiner selbst. Es gilt immer, die eigene Haltung, Fähigkeiten und Grenzen zu spüren und kennenzulernen.

 Weitere Themen u. a.:

  •  Sterbebegleitung ist Lebensbegleitung
  •  Kommunikation: Begegnung – Beziehung gestalten in unterschiedlicher Weise
  •  Die Dimension des Schmerzes und der Symptombehandlung – Grundlagen für ein angemessenes ärztliches und pflegerisches Handeln
  •  Die Begleitung der An- und Zugehörigen – Familie und soziales Umfeld
  •  Organtransplantation / Euthanasie / Patientenverfügung
  •  Trauer und Umgang mit Trauernden – Abschiede gestalten – Rituale

Folgende Formen des Lernens und der Auseinandersetzung werden bevorzugt:

  • Einzel- und Gruppenarbeit
  • Plenums- und Feedback-Runden
  • praktische Übungen
  • filmische Angebote
  • umfangreiches Arbeitsmaterial zum Nachlesen
  • Literaturangebote und -empfehlungen